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Mental Load- Wenn der Kopf nie frei wird



ental Load beschreibt die unsichtbare Last, wenn eine Person ständig an alles denkt – sei es die Organisation des Familienalltags, Kinderbetreuung oder die Pflege von Angehörigen.


Diese dauernde Verantwortung belastet oft die Beziehung, weil sie unsichtbar und selten geteilt wird.

Um dem entgegenzuwirken, ist es wichtig, die unsichtbare Arbeit bewusst zu machen und offen darüber zu sprechen.

Dabei hilft es, Ressourcen zu sammeln und in einem „Ressourcenkoffer“ festzuhalten: Was kann ich abgeben? Wer hilft wann? Eine To-do-Liste kann dabei unterstützen, den Überblick zu behalten. Termine zur Absprache festzulegen, ist ebenso sinnvoll, damit Aufgaben gerecht verteilt werden und niemand alles allein schultern muss.

So wird aus der Mental Load eher gemeinsame Fürsorge – weil manche Lasten einfach leichter sind, wenn man sie teilt.



5-Punkte-Plan, der helfen kann , Mental Load zu reduzieren und besser damit umzugehen:

  1. Klarheit über Aufgaben und To Do´s haben: Schreibe eine Liste aller To-dos, um den Überblick zu behalten und Gedanken zu entlasten. Manche Aufgaben sind unsichtbar und durch das Aufschreiben werden sie sichtbar. Regelmäßiges Zusammensetzen, um die Aufgaben durchzugehen, bringt Klarheit und Transparenz und kann, durch das gemeinsame Tragen, bereits ein Gefühl der Entlastung bringen. 
  2. Aufgabenverteilung: Sprich offen mit Partner:in oder Mitbewohner:innen über die Aufgabenverteilung. Ein offenes Gespräch über die Aufgaben und wie sie momentan verteilt sind, schafft Klarheit. Es kann ungleichgewichtige Verteilungen sichtbar werden lassen. Die Aufgabenliste kann dabei helfen alle To Dos´s im Blick zu haben.
  3. Planungshilfen/Prioritäten setzen: Gemeinsame Kalender können helfen Termine besser zu koordinieren und alles im Überblick zu haben. (digital oder analog). Routine, feste Zeiten können helfen Struktur und Sicherheit zu schaffen

     Nicht alles muss sofort oder perfekt erledigt werden – was kann           warten oder delegiert werden?

     Eine Möglichkeit, zu priorisieren, ist, am Anfang der Woche die           wichtigsten Aufgaben aufzuschreiben und diese nach                          Dringlichkeit zu ordnen.

  1. Delegieren und Auslagern: Nicht alles muss selbst erledigt werden, was kann ich delegieren. Kinder können altersgerechte Arbeiten übernehmen.

     Was kann ausgelagert werden, wo kann ich mir Hilfe holen. Eine         Putz oder Einkaufshilfe kann eine Entlastung bringen und somit           die Belastung reduzieren.

  1. Selbstführsorge: Regelmäßige Pausen und Auszeiten einplanen. Eine kurze Auszeit und eine Unterbrechung für Erholung kann einem neue Energie schenken um mit neuer Kraft in den Alltag zu gehen. Ein kleiner Spaziergang, eine Runde im Wald können kleine Wunder erzeugen.
  2. Zeitfenster zu schaffen, in denen man nicht erreichbar ist, kann Räume öffnen, um den Kopf frei zu bekommen.
    Erlauben sie sich diese Pausen, damit der mentale Druck reduziert wird.